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Was muss ich während einer laufenden Inventur beachten?

Was während einer Inventur in Pickware für Shopware 6 weiterlaufen darf und welche Buchungen du vermeiden solltest.

Eine Inventur in Pickware für Shopware 6 kannst du im laufenden Betrieb machen. Dein Shop bleibt online, Bestellungen gehen weiter ein, und du kannst weiter picken und versenden. Das funktioniert, weil Pickware beim Speichern einer Zählung die Differenz zwischen gezählter und erwarteter Menge festhält und beim Beenden nur diese Differenz bucht.

Kritisch wird es, wenn Buchungen und tatsächliche Ware während des Zählens auseinanderlaufen, zum Beispiel bei Umlagerungen.

Warum Verkäufe die Zählung nicht verfälschen

Ein Beispiel: Auf einem Lagerplatz erwartet Pickware 100 Stück, du zählst 101. Gespeichert wird eine Differenz von +1. Bis du die Inventur beendest, verkaufst du 10 Stück, der Bestand sinkt auf 90. Beim Beenden bucht Pickware die +1 dazu, am Ende stehen 91 Stück im System, genau wie im Regal.

Pickware überschreibt deinen Bestand also nicht mit der gezählten Menge. Alles, was nach dem Zählen passiert, bleibt erhalten.

Was während der Inventur weiterlaufen darf

Produkte mit einem oder mehreren Lagerplätzen kannst du ganz normal picken und versenden, auch wenn ihr Lagerplatz schon gezählt ist.

Produkte ohne festen Lagerplatz liegen in Pickware auf dem Lagerplatz Unbekannt. Auch sie kannst du weiter picken, wenn Unbekannt bei dir einem festen Ort im Lager entspricht, zum Beispiel einem bestimmten Regal. Liegt ein solches Produkt an mehreren Stellen verteilt, zähle alle Stellen direkt nacheinander und picke es erst danach wieder. Sonst zählst du Ware mit, die zwischen zwei Teilzählungen schon verkauft wurde.

Welche Buchungen du vermeiden solltest

Achtung: Lagere während der Inventur keinen Bestand zwischen einem gezählten und einem noch nicht gezählten Lagerplatz um. Das führt zu Inventurfehlern.

Ein Beispiel: Du buchst 10 Stück von Lagerplatz A auf Lagerplatz B um, die Ware steht aber noch auf A, als dort gezählt wird. Pickware erwartet auf A jetzt 10 Stück weniger, du zählst sie trotzdem mit. Das ergibt auf A eine Differenz von +10. Räumst du die Ware danach auf B, stehen auf A nach dem Beenden 10 Stück im System, die dort gar nicht mehr liegen.

Warum du die Inventur zügig beenden solltest

Eine Inventur darf ein paar Tage offen bleiben. Wochenlang solltest du sie aber nicht laufen lassen, vor allem nicht, wenn in der Zeit viele Wareneingänge oder Umlagerungen gebucht werden.

Der Grund sind negative Differenzen. Zählst du auf einem Lagerplatz 6 Stück weniger als erwartet und verkaufst danach den restlichen Bestand, steht der Lagerplatz beim Beenden schon auf 0. Die −6 kann Pickware dann nicht mehr buchen, weil der Bestand sonst negativ würde. Die Inventur endet im Status Abgeschlossen (mit Fehlern), und du musst die betroffenen Produkte von Hand korrigieren, siehe Welche Status hat eine Inventur und was bedeuten sie?

So planst du eine Inventur im laufenden Betrieb

  • Erledige offene Umlagerungen und Einlagerungen, bevor du mit dem Zählen beginnst.

  • Zähle Lagerplatz für Lagerplatz und speichere jede Zählung direkt. Je kürzer die Zeit zwischen Zählen und Speichern, desto weniger kann dazwischen passieren.

  • Beende die Inventur möglichst bald nach dem Zählen. Musst du dein Lager über mehrere Tage zählen, arbeite besser mit mehreren kleinen Inventuren nacheinander, siehe Rollierende Inventur.

  • Musst du doch umlagern, zähle Quell- und Ziel-Lagerplatz danach noch einmal, oder korrigiere beide im Reiter Gezählt, siehe Inventurzählungen korrigieren und Produkte nacherfassen.

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