Alle Versandarten kannst du wie gewohnt unter Einstellungen → Shop → Versand konfigurieren. Neben den Shopware Standard Einstellungen kommen mit Pickware zwei weitere Abschnitte innerhalb der Einstellungen dazu: Pickware WMS Dokumentendruck und Versanddienstleister.
Hinweis zur Tracking-URL
Im Abschnitt Basisinformationen findest du das Feld Tracking-URL. Hier kannst du den Link zur Sendungsverfolgung für den jeweiligen Versanddienstleister hinterlegen. Dieser wird dann im Kundenkonto in den Bestellungsdetails angezeigt. Falls eine Bestellung aus mehreren Paketen besteht, werden an dieser Stelle auch mehrere Sendungsnummern angezeigt.
Anstelle der tatsächlichen Trackingnummer hinterlegst du den Platzhalter %s . Für DHL würdest du beispielweise diese URL hinterlegen:
https://www.dhl.de/de/privatkunden/dhl-sendungsverfolgung.html?piececode=%s
Du kannst dieses Feld zusätzlich nutzen, um den Link zur Sendungsverfolgung direkt in deine E-Mail-Vorlage integrieren. Die genaue Anleitung findest du hier – dort findest du auch die URLs zur Sendungsverfolgung für die übrigen Versanddienstleister.
Pickware WMS Dokumentendruck
Hier kannst du festlegen, welche Dokumente in welcher Anzahl nach dem Kommissionieren automatisch gedruckt werden sollen. Damit die Dokumente gedruckt werden können, müssen sie zuvor erzeugt worden sein. Rechnung und Lieferschein werden standardmäßig erzeugt, solltest du einen anderen Dokumententypen automatisch drucken wollen, musst du diesen zunächst erzeugen (lassen), beispielsweise indem du einen entsprechenden Flow im Flow Builder anlegst.
Versanddienstleister
Hier kannst du einen zuvor konfigurierten Versanddienstleister wählen und je nach Anbieter verschiedene Einstellungen vornehmen. Alle hier getroffenen Einstellungen werden bei der Erstellung eines Versandetiketts mit der jeweiligen Versandart automatisch vorausgewählt. Wenn du dein Versandetikett in deiner Shopware Admin erstellst, kannst du diese bei Bedarf vor der Erstellung aber noch anpassen.
Kundenreferenz
Im Abschnitt Kundenreferenz legst du fest, welche Bestellinformation als Kundenreferenz auf dem Versandlabel und beim Versanddienstleister verwendet wird. Über das Feld Quelle der Kundenreferenz wählst du zwischen:
Bestellnummer (Standard) — die Shopware-Bestellnummer wird als Referenz verwendet. Ohne abweichende Auswahl ändert sich hierdurch nichts am bisherigen Verhalten.
Zusatzfeld der Bestellung — ein von dir ausgewähltes Zusatzfeld der Bestellung wird als Referenz verwendet. Ist das Zusatzfeld bei einer Bestellung leer, wird keine Kundenreferenz an den Versanddienstleister übergeben.
Produktnummern der Sendung — die Produktnummern der im jeweiligen Paket enthaltenen Produkte werden als Referenz verwendet.
Die Einstellung gilt carrierübergreifend für die jeweilige Versandart und wird sowohl für das Versandlabel als auch für die Übergabe an den Versanddienstleister verwendet.
Kundenreferenz nicht auf dem Etikett drucken
Bei der Schweizerischen Post kannst du den Druck der Kundenreferenz auf Versand- und Retourenetiketten ausschalten. Deaktiviere dazu im Abschnitt Versanddienstleister der Versandart die Option Kundenreferenz auf dem Etikett drucken. Die Option ist standardmäßig aktiviert. Im Dateinamen des Etiketts bleibt die Kundenreferenz auch bei ausgeschalteter Option erhalten.
Für andere Versanddienstleister gibt es diese Option nicht. Wenn dort keine Kundenreferenz auf dem Etikett erscheinen soll, wähle bei Quelle der Kundenreferenz die Option Zusatzfeld der Bestellung und ein Zusatzfeld, das bei deinen Bestellungen leer bleibt. Dann wird allerdings auch keine Referenz an den Versanddienstleister übergeben.
Paketkonfiguration
Neben den individuellen Einstellungsmöglichkeiten für die verschiedenen Versanddienstleister findest du hier für alle Anbieter die Abschnitte Paketkonfiguration für die Eingabe von Paketgewichten und -maßen sowie Datenschutzkonfiguration zur Festlegung, ob E-Mail-Adresse und/oder Telefonnummer des Kunden an den Versanddienstleister übergeben werden sollen.
Gewichtsaufschlag pro Paket – Hier kannst du einen absoluten oder relativen Wert für Verpackungs- und Polstermaterial angeben, der dem Paketgewicht hinzugefügt wird.
Fallback-Paketgewicht – Damit ein Versandetikett erstellt werden kann, wird ein Paketgewicht vorausgesetzt. Für den Fall, dass für ein Produkt in einer Bestellung kein Gewicht hinterlegt ist und somit das Paketgewicht nicht ermittelt werden kann, wird stattdessen der Wert verwendet, den du hier einträgst. Wenn du das Feld leer lässt, muss für jede Sendung mit einem Produkt ohne Gewichtsangabe erst manuell ein Gewicht eingetragen werden.
Für die ausgewählte Versandart immer das Fallback-Paketgewicht anstatt des berechneten Paketgewichts verwenden – Wenn du diese Option aktivierst, bekommt jedes Versandetikett dieser Versandart das Fallback-Paketgewicht, statt das Gewicht aus den Produkten zu berechnen. Das ist praktisch, wenn du viele Etiketten mit festem Gewicht erstellst oder keine Produktgewichte pflegst.
Maximales Paketgewicht – Wenn du hier einen Wert einträgst, wird eine Bestellung automatisch in mehrere Pakete aufgeteilt, wenn sie diesen Wert überschreitet. Du kannst das Feld leer lassen, wenn du keine automatisch Aufteilung wünschst.
In der WMS App warnt dich die App beim Packen und beim Wiegen, wenn ein Paket diesen Wert überschreitet, und erstellt das Versandetikett dann nicht automatisch, sondern öffnet vorher das Fenster zum Versandetikett. Ein Gewicht genau auf dem Maximum gilt nicht als überschritten.
Die Paketmaße kommen ausschließlich aus der Paketkonfiguration der Versandart. Am Produkt hinterlegte Maße werden für das Versandetikett nicht verwendet.
Nachfolgend findest du einige grundlegenden Informationen zu den einzelnen Versanddienstleistern:
Für UPS Versandetiketten muss im Feld Verpackungstyp die Option Customer Supplied Package ausgewählt werden.
Für internationale Sendungen mit DHL muss festgelegt werden, wie mit Paketen umgegangen werden soll, die nicht zugestellt werden können. Du kannst diese Einstellung im Bereich Zustellvorgaben im Feld Vorausverfügung festlegen. Damit dieses Feld erscheint, muss ein DHL Produkt ausgewählt sein, welches für den internationalen Versand vorgesehen ist.
Bei DHL kann nach der Wahl eines entsprechenden Produkts (bspw. DHL Paket International) die Option zur automatischen Erstellung von Exportdokumente aktiviert werden. Für UPS kannst du Handelsrechnungen automatisch zusammen mit dem Versandetikett erstellen lassen, mehr dazu in Wie richte ich UPS für Pickware ein? Für GLS müssen Exportdokumente manuell erstellt werden.
Du kannst direkt bei der Erstellung von DHL Versandetiketten auswählen, dass ein Retourenlabel mit angefügt werden soll. Dabei handelt es sich allerdings um die Beilege-Variante der DHL Retoure, welche eine eigene Abrechnungsnummer benötigt. Solltest du nicht im Besitz einer solchen Abrechnungsnummer sein, wende dich bitte an deinen Ansprechpartner bei DHL.
Für GLS stehen im Abschnitt Zusatz-Services unter anderem die Optionen SignatureService für eine signaturpflichtige Zustellung und LimitedQuantitiesService für die Kennzeichnung als Gefahrgut in begrenzten Mengen zur Verfügung. Außerdem gibt es dort AddresseeOnlyService (Zustellung nur an den Empfänger persönlich), AddOnLiabilityService mit Haftungsbetrag je Paket und Gefahrgut. Im Abschnitt Etikett legst du zwei Notizzeilen und Referenz als Barcode drucken fest. Details stehen in Wie kann ich GLS für Pickware einrichten?.
Für GLS findest du außerdem den eigenen Abschnitt Zustellung an ParcelShop. Über ShopDeliveryService lässt du eine Sendung an einen vom Empfänger gewählten ParcelShop statt an die Lieferadresse zustellen. Die ParcelShop-ID kannst du pro Bestellung über ein Zusatzfeld hinterlegen oder über die Option Nächstgelegenen ParcelShop automatisch ermitteln anhand der Lieferadresse bestimmen lassen.
Für die Schweizerische Post steht die Option Gefahrgut in begrenzten Mengen (LQ) zur Verfügung, um Sendungen entsprechend zu kennzeichnen.
Datenschutzkonfiguration: E-Mail/Telefon an Versanddienstleister übergeben
In jeder deiner Versandarten lässt sich separat steuern, ob E-Mail-Adresse und Telefonnummer des Kunden an den ausgewählten Versanddienstleister übergeben werden.
In dieser Detailansicht kannst du einstellen, ob die Telefonnummer deiner Kunden an den Versanddienstleister weitergegeben werden soll. Außerdem hast du drei Möglichkeiten zur Auswahl, um zu entscheiden, wie die E-Mail-Adresse deiner Kunden verarbeitet werden soll:
Immer (Standardeinstellung): Die E-Mail wird mit dem Etikett an den Dienstleister übertragen.
Nie: Die E-Mail wird nicht übertragen. In der Etikett-Maske werden die betroffenen Eingabefelder ausgegraut; bei Bedarf können sie dort manuell befüllt werden.
Nach Erlaubnis des Kunden: In der Storefront wird im Bestellabschluss eine Opt-in-Checkbox angezeigt, durch die der Kunde selbst entscheiden kann.
Der Text der Checkbox lässt sich über einen Textbaustein individuell anpassen, sodass du ihn bei Bedarf unter Einstellungen → Textbausteine an dein Datenschutzkonzept anpassen kannst:
Die Entscheidung der Kunden wird direkt in der Bestellung gespeichert und bei der Erstellung des Versandetiketts berücksichtigt.
Wenn die Zustimmung vorliegt, werden E-Mail-Adresse und Telefonnummer an den Versanddienstleister übergeben.
Wenn keine Zustimmung erteilt wurde, werden diese Angaben beim Etikettenerstellen automatisch entfernt. In diesem Fall sind die entsprechenden Felder im Etikett-Dialog deaktiviert und mit einem Hinweis versehen, warum sie nicht bearbeitet werden können (z. B. „Keine Zustimmung des Kunden")
Verhalten in der Etikett-Erstellung
Öffnest du den Dialog Versandetikett erstellen, werden rechts die Empfängerdaten angezeigt. Abhängig von der Datenschutzkonfiguration (und ggf. der Kundenentscheidung) sind E-Mail/Telefon bereits vorausgefüllt, entfernt oder ausgegraut. Einstellungen aus der Versandart werden automatisch in die Etikett-Maske übernommen und können bei Bedarf angepasst werden.
Adresskonfiguration
Hier kannst du festlegen, ob du für die Versandart deine Standardabsenderadresse, eine alternative Absenderadresse oder eine Absenderreferenz verwenden möchtest. Wählst du eine der letzte beiden Optionen aus, öffnet sich eine entsprechende Eingabemaske.
Die Standardabsenderadresse kannst du konfigurieren, indem du auf den Link rechts klickst.
Dokumentenübertragung
Im Abschnitt Dokumentenübertragung legst du unter Dokumente der Bestellung übertragen fest, welche Dokumente der Bestellung Pickware beim Erstellen eines Versandetiketts automatisch an den Versanddienstleister überträgt, zum Beispiel eine eigene Handelsrechnung. Wie du solche Dokumente an Bestellungen anhängst, steht in Wie erstelle ich Exportdokumente für Sendungen ins Nicht-EU-Ausland?
Zuordnung entfernen
Um die Zuordnung zu einem Versanddienstleister wieder zu entfernen, öffne die betreffende Versandart, klicke in das Feld Versanddienstleister im Abschnitt Versanddienstleisterkonfiguration und betätige die Löschen-Taste auf deiner Tastatur. Klicke anschließend außerhalb des Feldes, damit der Eintrag Keine Auswahl übernommen wird.
Was passiert, wenn eine Versandart keinen Versanddienstleister hat?
Ist einer Versandart kein Versanddienstleister zugeordnet, kann Pickware für Bestellungen mit dieser Versandart nicht automatisch ein Versandetikett erstellen. Produkt, Services und Dokumentendruck hängen immer an der Versandart der Bestellung. Fehlt der Versanddienstleister, passiert Folgendes:
Die WMS App erstellt nach dem Kommissionieren kein Versandetikett und springt direkt in die Übersicht.
Die Mehrfachänderung bricht mit einem Fehler ab.
Das betrifft typischerweise importierte Marktplatz-Versandarten oder Varianten einer Versandart wie „DHL Standard (3-5 Werktage)“. Jede Versandart wird einzeln konfiguriert. Wähle deshalb in jeder Versandart, die du nutzt, einen Versanddienstleister und lege im Abschnitt Pickware WMS Dokumentendruck fest, welche Dokumente gedruckt werden.
Hinweis: Nach einer Änderung an der Versandart wechsle in der WMS App einmal ins Hauptmenü. Dann lädt die App die neue Konfiguration.
Versandart für Auslandsbestellungen
Für Auslandsbestellungen brauchst du eine eigene Versandart mit einem International-Produkt des Versanddienstleisters, zum Beispiel DHL Paket International. Ein Etikett mit dem Produkt „DHL Paket“ an eine Adresse im Ausland scheitert. Lege deshalb eine zusätzliche Versandart an und wähle dort das International-Produkt. Welche Versandart eine Bestellung bekommt, steuerst du über den Rule Builder (siehe Sichtbarkeit der Versandarten steuern).
Exportdokumente und Zollinformationen
Aktuell können für DHL und DHL Express Exportdokumente zusammen mit dem Versandetikett erstellt werden. Bei DHL Express werden diese Informationen digital übergeben, wenn ein entsprechendes Produkt von DHL Express ausgewählt wurde. So kann seitens DHL Express eine Handelsrechnung erzeugt werden. Für jede Bestellung wird dazu eine Rechnung benötigt.
Für UPS kannst du Handelsrechnungen gemeinsam mit dem Versandetikett erstellen lassen. Unterstützt dein UPS-Account Paperless Trade (PLT), werden sie elektronisch an UPS übermittelt. Details stehen in Wie richte ich UPS für Pickware ein?
Wie du Exportdokumente für deine Sendungen erstellst, erfährst du in Wie erstelle ich Exportdokumente für Sendungen ins Nicht-EU-Ausland?
Zollinformationen hinterlegen
Unter Einstellungen → Erweiterungen → Versandetiketten allgemein findest du im Bereich Zollinformationen für Export verschiedene Eingabefelder. Alle Einstellungen, die hier vorgenommen werden, gelten global für alle genutzten Versanddienstleister. Weitere Informationen zu den einzelnen Feldern erhältst du, wenn du mit der Maus über das blaue Fragezeichen fährst.
Für den DHL Versand werden folgende Felder benötigt:
Art der Sendung
Beschreibung der Sendung
Zollnummern des Absenders
Bemerkung
Für den Versand mit DHL Express werden folgende Informationen benötigt:
Einlieferungsstelle
Art der Sendung
Beschreibung der Sendung
Die Beschreibung der Sendung ist bei DHL Express die Inhaltsbeschreibung und gilt für alle DHL-Express-Sendungen.
Welche Informationen für Sendungen ins Ausland zusätzlich in den Produkteigenschaften gepflegt werden müssen, erfährst du hier.
Sichtbarkeit der Versandarten steuern
Damit Versandarten grundsätzlich verfügbar sind, müssen diese in den Verkaufskanaleinstellungen im Bereich Zahlung und Versand unter Versandarten ausgewählt werden.
Über die Konfiguration der einzelnen Versandarten unter Einstellungen → Shop → Versand kannst du wiederum festlegen, ob diese nur unter bestimmten Bedingungen sichtbar sein soll, beispielsweise für bestimmte Kundengruppen, ab einem bestimmten Preis oder nur an einem bestimmten Wochentag. Hierzu kannst du den Rule Builder von Shopware verwenden.
Mit diesen Verfügbarkeitsregeln steuerst du auch, welche Versandart eine Bestellung bekommt. Typische Beispiele sind eine Kleinpaket-Versandart nur für bestimmte Produkte, eine Sperrgut-Versandart, Produkte, die nur mit DHL oder nur mit GLS verschickt werden sollen, oder keine Selbstabholung bei Dropshipping-Produkten. Sperrgut stellst du dabei in der Versandart ein, nicht über ein Zusatzfeld am Produkt.
