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Welche Produktinformationen kann ich mit Pickware pflegen?

Shopware 6 — Verwalte Bestandsdaten, Picking-Prozesse und Zollinformationen direkt in Pickware. Deaktiviere die Bestandsführung einzelner Produkte oder nutze CSV-Importe für Massenänderungen.

Mit Pickware kannst du neben den Produktinformationen aus dem Shopware-Standard weitere Daten rund um die Bestandsführung, den Picking-Prozess sowie die Zollabwicklung beim Versand pflegen. Nachfolgend findest du eine kurze Übersicht

Bestandsführung

Standardmäßig sind mit Pickware alle deine Produkte bestandsgeführt, du kannst die Bestandsführung jedoch auch individuell deaktivieren. Dadurch können die Produkte jederzeit kommissioniert werden, unabhängig von ihrem Lagerbestand.

Um die Bestandsführung für ein Produkt zu deaktivieren, öffne die Produktdetails und navigiere im Tab Allgemein zur Karte Bestandsführung. Sie steht oberhalb der Karte Lieferbarkeit. Dort muss die Option Lagerbestand verwalten deaktiviert werden.

Shopware Admin: Karte Lieferbarkeit im Produkt mit Lagerbestand, Lieferzeit und Abnahmemengen, markiert: Schalter Lagerbestand verwalten

Hinweis: Fehlt die Karte Bestandsführung im Produkt ganz, prüfe die Message Queue: Läuft der Consumer, und gibt es fehlgeschlagene Nachrichten? Leere danach den Cache.

Bestandsführung bei Varianten-Parents

Für Hauptprodukte mit Varianten (Varianten-Parents) ist die Bestandsführung automatisch deaktiviert. Die Option Lagerbestand verwalten lässt sich für diese Produkte nicht aktivieren — der Bestand wird ausschließlich auf Ebene der einzelnen Varianten geführt.

In den Produktdetails eines Varianten-Parents findest du im Reiter Bestand einen entsprechenden Hinweis. Varianten-Parents werden daher auch nicht in Inventuren, der Einkaufsliste oder der Bedarfsplanung aufgeführt.

In der Produktübersicht zeigt ein Varianten-Parent die Summe seiner Varianten, zum Beispiel „12 auf Lager für 3 Varianten“ und „10 verfügbar für 3 Varianten“. Mitgezählt werden nur Varianten, bei denen Lagerbestand verwalten aktiv ist. Ist die Bestandsführung bei allen Varianten deaktiviert, steht dort deshalb „0 auf Lager für 0 Varianten“, auch wenn das Produkt Varianten hat.

Shopware Admin: Tab Bestand eines Produkts mit Varianten und dem Hinweis Zur Variantenübersicht, markiert: Tab Bestand

In der Variantenübersicht kannst du den verfügbaren Bestands über alle zugehörigen Varianten einsehen.

Shopware Admin: Tab Varianten mit Summe über alle Varianten, markiert: Spalten Lagerbestand und Verfügbarer Bestand je Variante

Bestandsführung für mehrere Varianten ändern

Für viele Varianten eines Produkts änderst du die Bestandsführung in einem Schritt:

  1. Öffne das Hauptprodukt und wechsle in den Reiter Varianten.

  2. Markiere die gewünschten Varianten und wähle Mehrfachänderung.

  3. Setze im Bereich Bestandsführung den Haken Ändern: Lagerbestand verwalten und stelle den Schalter um.

Bestandsführung und Abverkauf bei Variantenprodukten

Aktiviere beim Anlegen eines Variantenprodukts die Bestandsführung am Hauptprodukt, bevor du die Varianten generierst. Fügst du einem bestehenden Produkt nachträglich Varianten hinzu, wird die Bestandsführung des Hauptprodukts automatisch deaktiviert. Der bisherige Bestand bleibt dabei gespeichert.

Den Abverkauf stellst du am Hauptartikel nicht direkt um, sondern für alle Varianten gesammelt: Klicke in der Karte Lieferbarkeit auf das Variantensymbol rechts neben dem Schalter und wähle Aktivieren für alle Varianten bzw. Deaktivieren für alle Varianten. Für eine einzelne Variante hebst du in der Variante zuerst die Vererbung auf und stellst dann den Schalter um.

Hinweis: Liegt es an Pickware oder an Shopware? Variantenanlage, Vererbung (zum Beispiel des Steuersatzes), Preisfelder und die Sichtbarkeit im Frontend sind Shopware-Funktionen. Verhält sich eine dieser Funktionen unerwartet, deaktiviere die Pickware-Plugins testweise, am besten in einer Testumgebung. Bleibt der Fehler bestehen, wende dich an den Shopware-Support.

Bestandsführung per CSV-Import konfigurieren

Wenn du für mehrere Produkte gleichzeitig die Bestandsführung aktivieren oder deaktivieren möchtest, bietet sich hierfür eine Änderung per CSV-Import an. Hierzu benötigst du ein neues Profil, welches du allerdings auf Basis eines bestehenden Profils erstellen kannst.

Navigiere dazu zu Einstellungen → Shop → Import/Export und wechsle in das Tab Profile. Suche dort nach Standardprofil Produkt und wähle Duplizieren aus.

In den Profileinstellungen im Tab Zuweisungen müssen nun zwei neue Mappings hinzugefügt werden werden. Du kannst die Bezeichnungen hier rauskopieren und in deiner Shopware Admin einfügen.

CSV-Name

Datenbank-Eintrag

stock_management_disabled

pickwareErpPickwareProduct.isStockManagementDisabled

pickware_product_id

pickwareErpPickwareProduct.id

Shopware Admin: Fenster Profil bearbeiten im Tab Zuweisungen, markiert: Zuordnungen pickware_product_id und stock_management_disabled

Wechsle nun zum Tab Erweiterte Einstellungen und weise dort der Entität Pickware ErpPickwareProduct den Bezeichner id zu.

Shopware Admin: Fenster Profil bearbeiten im Tab Erweiterte Einstellungen, markiert: Entität PickwareErpPickwareProduct mit Bezeichner id

Klicke abschließend auf Profil speichern.

Wenn du pickwareErpPickwareProduct.isStockManagementDisabled per Shopware Import/Export importierst, muss zwingend auch pickwareErpPickwareProduct.id (z. B. pickware_product_id) in der CSV gepflegt sein. Fehlt die ID, legt Shopware den Datensatz neu an statt ihn zu aktualisieren – dadurch kann der Import mit Duplicate-Entry- oder Pflichtfeld-Fehlern abbrechen.

Führe nun einen CSV-Export deiner Produkte mit dem neu erstellen Profil durch. Die CSV-Datei sieht dann wie folgt aus:

CSV-Datei: Produktexport mit den Spalten stock_management_disabled, pickware_product_id, id, parent_id, product_number, active und stock

Über die Spalte stock_management_disabled kannst du die Bestandsführung je Produkt aktivieren bzw. deaktivieren und die aktualisierte CSV-Datei anschließend neu hochladen.

stock_management_disabled = 0

stock_management_disabled = 1

Bestandsführung ist aktiviert

Bestandsführung ist deaktiviert

Weitere Details zur Bestandsverwaltung findest du hier.

Mehr Informationen zu den Import- und Export-Profilen findest du bei Shopware. Bitte beachte außerdem unsere Tipps zum Umgang mit CSV-Dateien.

Produkte direkt als versendet markieren

Du kannst für bestimmte Produkte, die keinen physischen Versand erfordern, festlegen, dass diese bei Bestelleingang automatisch als versandt markiert werden. Diese Funktion eignet sich beispielsweise für digitale Produkte und Dienstleistungen. Du findest die Einstellung in den Produktdetails unter Allgemein → Lieferbarkeit.

Shopware Admin: Karte Lieferbarkeit im Produkt, markiert: Schalter Automatisch als versandt markieren

Du kannst diese Option auch für Produkte nutzen, die von einem externen Fulfillmentdienstleister (Dropshipper) versendet werden. Über den Flow Builder kannst du den Prozess weiter automatisieren, indem du beispielsweise einen Flow erstellst, der den Dienstleister per E-Mail benachrichtigt.

Bei der Kommissionierung erforderliche Informationen erfassen

In den Produktdetails kannst du festlegen, dass bei der Kommissionierung per WMS App bestimmte Informationen abgefragt werden sollen, beispielsweise Seriennummern. Über die Suchleiste deiner Shopware Admin kannst du ebenfalls nach auf diese Weise erfassten Informationen suchen und bekommst dann die entsprechende(n) Bestellung(en) angezeigt. Die Funktion steht dir mit Pickware WMS zur Verfügung.

Hierzu müssen zunächst entsprechende Informationstypen unter Einstellungen → Erweiterungen → Pickware ERP → Informationstypen angelegt werden.

Shopware Admin: Liste Informationstypen mit der Schaltfläche Informationstyp hinzufügen und einem angelegten Eintrag Serial number

Anschließend kannst du in der Produktdetails im Abschnitt Bestandsführung auswählen, welche davon bei der Kommissionierung abgefragt werden sollen.

Shopware Admin: Karte Lieferbarkeit im Produkt, markiert: Auswahlfeld Bei der Kommissionierung erforderliche Informationen

Anschließend erscheint dann sowohl in der WMS App als auch in der POS App eine Abfrage, bei der die betreffende Information eingegeben werden muss.

WMS App: Abfrage Informationen bei der Kommissionierung mit Produkt, Eingabefeld Serial number und Tastatur

Auf diese Weise erfasste Informationen kannst du anschließend auch in den Bestellungsdetails in der Shopware Admin einsehen. Navigiere dazu innerhalb der Bestellung im Tab Allgemein zum Bereich Positionen und klicke dort auf das Icon in der Spalte Versendet.

Shopware Admin: Bestellung im Bereich Positionen, markiert: Symbol in der Spalte Versendet
Shopware Admin: Fenster mit den bei der Kommissionierung erfassten Zusatzinformationen, hier einer Serial number

Wenn das Produkt, für welches die Zusatzinformationen erfasst wurden, Teil einer Stückliste ist, findest du die hinterlegte Information über das entsprechende Icon in der Spalte Name und dann für das jeweilige Produkt in der Spalte Versendet.

Shopware Admin: Bestellung im Bereich Positionen mit einer Stückliste, markiert: Symbol in der Spalte Name
Shopware Admin: Spalte Versendet der Stücklistenpositionen mit Symbol für erfasste Zusatzinformationen

Besonderheit bei Variantenprodukten

Bei Produkten mit Varianten werden alle Einstellungen, einschließlich der Abfrage nach Zusatzinfos, vom Hauptprodukt automatisch auf die Varianten übertragen. Diese Abfrage kann nicht übersprungen werden.

Wenn du bei einzelnen Varianten keine Zusatzinformationen erfassen möchtest, solltest du daher die Vorgaben der Bei der Kommissionierung erforderlichen Informationen jeweils pro Variante und nicht auf Hauptproduktebene pflegen. Auf diese Weise erscheint die Abfrage nur bei den betreffenden Varianten.

Produkt vom verpflichtenden Produktscan ausnehmen

Über die Berechtigungen der Benutzerrolle kannst du festlegen, dass Produkte bei der Kommissionierung zwingend gescannt werden müssen. Einzelne Produkte kannst du davon ausnehmen — etwa solche, die keinen Barcode tragen.

Aktiviere dazu in den Produktdetails im Abschnitt Bei der Kommissionierung erforderliche Informationen die Option Vom verpflichtenden Produktscan ausnehmen. Ist sie aktiv, muss dieses Produkt bei der Kommissionierung nicht einzeln gescannt werden, auch wenn der verpflichtende Produktscan für den Benutzer aktiv ist.

Meldebestand

Mithilfe des Meldebestands weißt du, wann du ein Produkt nachbestellen solltest und kannst so deinen Lagerbestand und deine Bedarfsplanung optimieren. Den Meldebestand kannst du in den Produkteigenschaften im Tab Bestand einsehen. Er setzt sich in der Regel aus dem Mindestbestand und einem Sicherheitspuffer, basierend auf den Bestell- und Lieferzeiten deiner Lieferanten zusammen.

In Pickware ERP legst du pro Produkt einen globalen Meldebestand fest. Dies bedeutet, dass die Bestände aller Lager berücksichtigt werden. Den Meldebestand kannst du auch in der Bestandsübersicht einsehen, wenn du die Ansicht Je Produkt auswählst.

Meldebestand hinterlegen

Um den Meldebestand für ein Produkt zu hinterlegen, hast du zwei Möglichkeiten.

  • Um den Meldebestand für einzelne Produkte zu hinterlegen, öffne innerhalb der Produktdetails den Tab Bestand. Im Abschnitt Bestandsgrenzen kannst du im Feld Meldebestand einen beliebigen Wert eintragen

Shopware Admin: Produkt im Tab Bestand mit Übersicht, markiert: Tab Bestand, Feld Meldebestand und Schaltfläche Speichern
  • Per CSV-Import kannst du den Meldebestand bequem für mehrere Produkte gleichzeitig hinterlegen. Gehe dazu auf Lagerhaltung → Bestandsübersicht und wechsle in die Ansicht Je Produkt. Klicke nun auf den blauen Export Button oben, um eine CSV-Datei mit allen Produkten herunterzuladen. Nachdem du in dieser Datei die gewünschten Meldebestände eingetragen hast, kannst du sie über den Import Button wieder hochladen.

Shopware Admin: Bestandsübersicht mit Spalte Meldebestand und Filter Ansicht Je Produkt, markiert: Schaltflächen Import und Export

Für den Import in Shopware muss die CSV-Datei UTF-8-codiert sein sowie Semikolons als Trennzeichen verwenden. Weitere Details dazu und wo du die entsprechende Konfigurationsmöglichkeit in deinem Tabellenkalkulationsprogramm findest, erfährst du hier.

Meldebestandsbenachrichtigungen per E-Mail

Über den Flow Builder kannst du dir täglich eine Liste aller Produkte per E-Mail zukommen lassen, deren Bestand den Meldebestand erreicht oder unterschritten hat. Gehe dazu auf Einstellungen → Shop → Flow Builder und aktiviere den Flow Pickware ERP Reorder Mail. Unter Einstellungen → Erweiterungen → Pickware ERP kannst du die Uhrzeit der Benachrichtigung festlegen.

Falls du Anpassungen an dem im Flow verwendeten E-Mail Template Reorder Notification vorgenommen hast, gehen diese bei einem Update von Pickware ERP verloren, da das Template überschrieben wird. Um dies zu verhindern, gehe zu Einstellungen → Shop → E-Mail-Templates, dupliziere das Template und nimm dort deine Anpassungen vor.

Shopware Admin: Liste Templates mit zwei E-Mail-Templates vom Typ Reorder notification, eines davon als Anpassung

Im Flow Pickware ERP Reorder Mail musst du dann nur noch das soeben konfigurierte Template auswählen.

Shopware Admin: Fenster E-Mail senden im Flow mit geöffneter Template-Auswahl und dem Eintrag Reorder Notification Anpassung

Handelsspanne & letzter Einkaufspreis

Am Produkt zeigt dir Pickware sowohl den zuletzt verwendeten Einkaufspreis als auch die daraus resultierende Handelsspanne & den Rohertrag an, sodass du deine Kalkulation im Blick behältst, ohne selbst rechnen zu müssen.

In den Produktdetails findest du dazu vier Felder: den Verkaufspreis & zuletzt verwendeten Einkaufspreis — unabhängig davon, von welchem Lieferanten er stammt — sowie die daraus resultierende Handelsspanne und den Rohertrag.

Shopware Admin: Karte Handelsspanne und Rohertrag mit Verkaufspreis, Letzter Einkaufspreis, Handelsspanne und Rohertrag (netto)

Die Marge je Mengenstaffel findest du außerdem im Tab Erweiterte Preise.
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Auch bei den Produkt-Lieferanten-Zuordnungen siehst du direkt die resultierende Marge je Lieferant — praktisch, um schnell den günstigsten Anbieter zu vergleichen.

EAN / GTIN

In den Produkteigenschaften kannst du in der Shopware Admin im Tab Allgemein unten im Bereich Auszeichnung die EAN bzw. GTIN für ein Produkt hinterlegen. Du kannst auch für ein Produkt mehrere EANs durch Kommas getrennt hinterlegen.

Shopware Admin: Karte Auszeichnung im Produkt mit den Feldern Erscheinungsdatum, GTIN/EAN und Hersteller-Produktnummer

Alternativ hast du die Möglichkeit, diese mithilfe der WMS App zu hinterlegen. Öffne dazu die WMS App und navigiere über das App Menü oben links zu Produkte und Lagerplätze. Hier kannst du ein Produkt per Scan des Produktetiketts oder per Tastatureingabe auswählen. Anschließend kannst du die EAN scannen, um sie zu hinterlegen oder auf + Hinzufügen klicken und die EAN manuell eintippen.

WMS App: Ansicht Produkte und Lagerplätze ohne Auswahl, markiert: Schaltfläche Produkt auswählen
WMS App: Produktdetails mit Preisen und Lagerbestand je Lagerplatz, markiert: Zeile GTIN / EAN mit Hinzufügen

Mehr Informationen zur Ansicht Produkte und Lagerplätze findest du hier.

Anweisungen für Produkte und Bestellungen

Mit Pickware ERP hast du die Möglichkeit, sowohl für einzelne Produkte als auch Bestellungen zwei Arten von Anweisungen für deine Mitarbeitenden im Lager zu hinterlegen: eine Pickanweisung und eine Packanweisung.

Die Pickanweisung erscheint sowohl auf der Pickliste als auch, wenn du Pickware WMS nutzt, im Picking-Flow der WMS App. Die Packanweisung erscheint stattdessen im Packen-/Versand-Flow der WMS App. Nachfolgend zeigen wir dir, wo du die Anweisungen hinterlegen kannst.

Anweisungen für Produkte hinterlegen

Öffne die Produkteigenschaften und navigiere dort zum Tab Spezifikationen. Im Bereich Zusatzfelder findest du den Tab Anweisungen und dort die Felder Pickanweisung und Packanweisung. Trage die gewünschte Anweisung in das jeweilige Feld ein und speichere das Produkt.

Shopware Admin: Karte Zusatzfelder im Produkt mit geöffnetem Tab Pickanweisung und leerem Feld Pickanweisung

Falls du bereits eine Pickliste erstellt hast, musst du eine neue erstellen, damit die Pickanweisung dort sichtbar wird. Beachte bitte auch, dass die Bestellsprache der Dokumente mit der Sprache des Produktes übereinstimmen muss, damit die Pickanweisung angezeigt wird.

Anweisungen für Bestellungen hinterlegen

Analog zu den Pickanweisungen für Produkten findest du auch in den Bestellungsdetails im Tab Details den Bereich Zusatzfelder und dort die Felder Pickanweisung und Packanweisung.

Pickanweisung auf der Pickliste

So sieht die von dir angegebene Pickanweisung für ein Produkt bzw. die gesamte Bestellung auf der Pickliste aus.

Pickliste (PDF): Pickliste einer Bestellung, markiert: Pickanweisung am Produkt und Pickanweisung für die Bestellung

Pickanweisung im Picking-Flow der WMS App

Die Pickanweisung für ein Produkt kannst du einsehen, indem du auf das gelbe Symbol neben dem Lagerbestand des Produktes tippst.

WMS App: Bestellung vor der Kommissionierung mit Internen Pick-Anweisungen und gelbem Symbol am offenen Produkt
WMS App: Produkt in der Kommissionierung mit Kasten Interne Pick-Anweisungen, Lagerplatz, Anzahl und Produktdaten

Im Packen-/Versand-Flow der WMS App wird an dieser Stelle stattdessen die Packanweisung angezeigt.

Standard-Versandkarton

Verschickst du ein Produkt meist einzeln, kannst du ihm einen Standard-Versandkarton zuordnen. Öffne dazu das Produkt und wähle auf der Karte Versandkarton im Feld Standard-Versandkarton für Pakete mit einem Artikel einen Karton, den du vorher als Versandmaterial angelegt hast. Enthält ein Paket genau ein Stück dieses Produkts, ist der Karton beim Packen in der WMS App und beim Erstellen des Versandetiketts vorausgewählt. Wie du Versandkartons anlegst, steht unter Wie kann ich Versandkartons anlegen und beim Packen auswählen?.

Zollinformationen

Damit bei der Verwendung unserer Versanddienstleisteranbindungen alle benötigten Informationen für den Zoll korrekt vorliegen, müssen diese je Produkt gepflegt werden.

  1. In den Produkteigenschaften findest du im Tab Spezifikationen den Abschnitt Maße & Verpackung. Hier muss insbesondere das Gewicht gepflegt sein.
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    Shopware Admin: Karte Maße und Verpackung im Tab Spezifikationen mit Breite, Höhe, Länge und Gewicht
  2. Den Tab Zollinformationen findest du weiter unten im Bereich Zusatzfelder. Hier müssen die Felder Beschreibung, Zolltarifnummer und Herkunftsland gepflegt sein.
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    Shopware Admin: Karte Zusatzfelder im Tab Zollinformationen mit Beschreibung, Zolltarifnummer (nach HS), Herkunftsland und Zollwert

Länderspezifische Zolltarifnummern

Neben der allgemeinen Zolltarifnummer (nach HS) kannst du je Produkt zusätzliche Zolltarifnummern für einzelne Länder hinterlegen — etwa eine eigene Nummer für den Versand in die USA. Du kannst sie einzeln am Produkt pflegen oder per CSV für viele Produkte gleichzeitig.

Am Produkt hinterlegen

In den Produkteigenschaften findest du die Karte Zollinformationen. Im Feld Zolltarifnummer (nach HS) steht die allgemeine Zolltarifnummer. Über Länderspezifische Zolltarifnummer hinzufügen ergänzt du weitere Nummern: Im Dialog Länderspezifische Zolltarifnummer wählst du das Land aus und trägst die zugehörige Zolltarifnummer (nach HS) ein. Bereits hinterlegte Nummern kannst du über Bearbeiten und Löschen anpassen.

Per CSV pflegen

Für viele Produkte gleichzeitig führt der Weg über ein Import-/Export-Profil. Öffne das gewünschte Profil unter Einstellungen → Shop → Import/Export und ergänze die Zoll-Felder in den Zuweisungen.

Alle Felder für Zollinhalte beginnen mit translations.DEFAULT.customFields.pickware_shipping_customs_information; du findest sie, indem du im Profil nach dem Präfix pickware_shipping_customs_information suchst. Bestehende Importprofile für die Zolltarifnummer funktionieren dabei weiterhin.

Die Zolltarifnummern selbst werden nicht auf mehrere Spalten verteilt, sondern gesammelt in der Spalte pickwareShippingCountrySpecificTariffNumbers gepflegt. Diese Spalte fasst alle Zolltarifnummern eines Produkts in einer einzigen Zelle zusammen – sowohl die allgemeine Zolltarifnummer als auch alle länderspezifischen Nummern:

  • Mehrere Einträge trennst du mit einem senkrechten Strich |.

  • Einer länderspezifischen Nummer stellst du den zweistelligen ISO-Ländercode (Groß-/Kleinschreibung spielt keine Rolle, z. B. US, CH, GB, FR) gefolgt von einem Doppelpunkt voran, z. B. US:883838383838.

  • Der Eintrag ohne Ländercode ist die allgemeine Zolltarifnummer.

Beispiel: Lautet die allgemeine Zolltarifnummer 10101010 und die US-spezifische Nummer 883838383838, trägst du in die Zelle 10101010|US:883838383838 ein.

Der Export funktioniert spiegelbildlich zum Import: Exportierst du die Spalte pickwareShippingCountrySpecificTariffNumbers, erhältst du die Werte im selben Format zurück. So kannst du bestehende Zollinformationen exportieren, in der CSV-Datei bearbeiten und anschließend wieder importieren. Bitte beachte dabei unsere Tipps zum Umgang mit CSV-Dateien.

Zusätzliche Zollfelder für Sendcloud

Für den Versand über Sendcloud können zusätzlich folgende Informationen je Produkt bzw. Hersteller gepflegt werden. Die Zusatzfelder werden automatisch von Pickware im Zusatzfeld-Set Zollinformationen angelegt und beim Erstellen eines Sendcloud-Versandetiketts an Sendcloud übermittelt. Die Informationen erscheinen auf der Commercial Invoice. Alle drei Felder sind optional.

  • Verwendungszweck — Textfeld am Produkt. Beschreibt den Verwendungszweck der Ware. Du findest das Feld unter Spezifikationen → Zusatzfelder → Zollinformationen.

  • Materialinhalt — Textfeld am Produkt. Beschreibt den Materialinhalt der Ware. Du findest das Feld ebenfalls unter Spezifikationen → Zusatzfelder → Zollinformationen.

  • MID-Code — Textfeld am Hersteller. Wird dem Produkt zugeordnet, wenn am Produkt ein Hersteller hinterlegt ist und diesem Hersteller ein MID-Code zugewiesen wurde. Du findest das Feld in den Herstellerdetails unter Zusatzfelder → Zollinformationen.

Darüber hinaus müssen weitere Informationen in der Versandart hinterlegt werden. Weitere Informationen dazu findest du hier.

Umgang mit Gratisprodukten

Auch für kostenlose Produkte innerhalb von Bestellungen müssen Preise auf den Zolldokumenten angegeben werden. Hierfür steht dir das Feld Fallback-Zollwert in Standardwährung in den Produkteigenschaften unter Spezifikationen → Zusatzfelder zur Verfügung. Sollte hier kein Wert hinterlegt sein, wird stattdessen der Produktpreis unter Allgemein → Preise verwendet. Bitte beachte, dass in allen Fällen jeweils der Bruttopreis genutzt wird.

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