Exportdokumente brauchst du für jede Sendung an ein Ziel außerhalb des EU-Mehrwertsteuergebiets, zum Beispiel in die Schweiz oder in die USA. Damit Pickware sie zusammen mit dem Versandetikett erstellen kann, müssen drei Stellen gepflegt sein: die Versandart, die Produkte und die allgemeinen Einstellungen für Versandetiketten. Fehlt eine dieser Angaben, lässt sich das Etikett nicht erstellen.
Wann brauche ich Exportdokumente?
Exportdokumente brauchst du für alle Ziele außerhalb des EU-Mehrwertsteuergebiets. Dazu gehören auch Gebiete, die zwar zu einem EU-Land gehören, aber nicht zum EU-Mehrwertsteuergebiet, zum Beispiel die Kanarischen Inseln und Réunion.
Für den Versand nach Helgoland brauchst du dagegen keine Exportdokumente. Ist in der Versandart für eine solche Sendung Exportdokumente erstellen aktiviert, lehnt DHL das Etikett ab.
Schritt 1: Versandart für den Export einrichten
Die Exportdokumente aktivierst du in der Versandart. Öffne dazu die Versandart unter Einstellungen → Shop → Versand und gehe in den Abschnitt Versanddienstleister zu den Exportdokumenten.
Wähle ein International-Produkt des Versanddienstleisters, zum Beispiel DHL Paket International. Mit „DHL Paket“ scheitern Etiketten ins Ausland.
Aktiviere Exportdokumente erstellen.
Wähle einen Incoterm. Für DHL Paket International bietet Pickware die vier Incoterms an, die DHL vorgibt. DHL akzeptiert EXW nicht mehr. Verwende stattdessen DDP oder DAP.
Lege bei internationalen DHL-Sendungen die Vorausverfügung fest, also was mit unzustellbaren Paketen passieren soll.
Weitere Details zu den Einstellungen der Versandart findest du in Wie konfiguriere ich die Versandarten, damit automatisch die korrekten Produkte der Versanddienstleister ausgewählt werden?
Sendungen in die USA mit PDDP
Für Sendungen in die USA nutzt du bei DHL den Service PDDP (Postal Delivered Duty Paid). Ohne PDDP lehnt DHL Sendungen in die USA unterhalb der Wertgrenze ab. So richtest du die Versandart ein:
Das Produkt muss ein International-Produkt von DHL sein.
Wähle den Incoterm DDP.
Aktiviere zusätzlich Übernahme der Einfuhrabgaben.
Achtung: PDDP gilt nur, wenn der Schalter Übernahme der Einfuhrabgaben auch beim Erstellen des Etiketts aktiv ist. Wählst du ihn beim Erstellen eines einzelnen Etiketts ab oder wählst du in der WMS App eine andere Versandart, gilt PDDP für dieses Etikett nicht.
Schritt 2: Zollinformationen am Produkt pflegen
Für die Exportdokumente braucht jedes Produkt eigene Zollinformationen. Du pflegst sie in den Produkteigenschaften in der Karte Zollinformationen.
Zolltarifnummer (HS-Code) – 4 bis 11 Zeichen
Herkunftsland
Beschreibung – höchstens 50 Zeichen. Ohne Beschreibung verwendet Pickware den Produktnamen, und der ist oft zu lang.
Hat ein Artikel in der Bestellung den Wert 0, zum Beispiel ein Gratisartikel, braucht der Zoll trotzdem einen Wert. Hinterlege dafür am Produkt unter Zollinformationen einen Fallback-Zollwert, zum Beispiel den Einkaufspreis, und aktiviere die zugehörige Option in Versandetiketten allgemein.
Wo du die einzelnen Felder findest, steht in Welche Produktinformationen kann ich mit Pickware pflegen?
Hinweis: Seit dem Update „Zolltarifnummern pro Zielland“ (07/2026) pflegst du die Zolltarifnummer in der Karte Zollinformationen. Bestehende Zolltarifnummern übernimmt Pickware im Hintergrund über die Message Queue. Ist die Karte nach dem Update leer, prüfe, ob die Message Queue abgearbeitet wird.
Schritt 3: Allgemeine Zollangaben hinterlegen
Einige Zollangaben gelten für alle Sendungen. Du hinterlegst sie unter Einstellungen → Erweiterungen → Versandetiketten allgemein im Bereich für die Zollinformationen.
Einlieferungsstelle – Name bzw. Adresse der Poststelle, von der aus du versendest, mit höchstens 35 Zeichen. Ist der Eintrag länger, erscheint der Fehler
officeOfOrigin. DHL Express braucht dieses Feld zwingend, sonst erscheint der FehlerplaceOfIncoterm.Kennnummer für Zollzwecke – hier trägst du deine EORI-Nummer, deine IOSS-Nummer oder deine USt-IdNr. ein.
Alle Felder dieser Einstellungsseite erklärt Welche allgemeinen Einstellungen für Versandlabel gibt es?
Exportdokumente bei DHL Express und UPS
Bei DHL Express übermittelt Pickware die Zolldaten elektronisch (Paperless Trade), wenn in der Versandart Express Worldwide mit dem Sendungstyp Warensendung gewählt ist. Für Express Worldwide brauchst du am Produkt ebenfalls Zolltarifnummer (HS-Code) und Herkunftsland.
Für UPS kannst du Handelsrechnungen zusammen mit dem Versandetikett erstellen lassen. Die Zollbeschreibung am Produkt musst du für UPS nicht pflegen, ohne sie übergibt Pickware den Artikelnamen.
Häufige Fragen
Ich habe die Zolltarifnummer geändert, auf dem Dokument steht aber die alte. Was tun?
Bestand die Rechnung schon, bevor du die Zolltarifnummer geändert hast, storniere bzw. korrigiere die Rechnung und erstelle sie neu.
