Eine Bestellung kann aus mehreren Lieferaufträgen bestehen, die getrennt kommissioniert und versendet werden. Dieser Beitrag zeigt, wo du sie findest, was ihre Status bedeuten und wie du sie versendest. Was ein Lieferauftrag ist, erklärt Standorte und Lieferaufträge mit Pickware.
Wo finde ich meine Lieferaufträge?
Alle Lieferaufträge findest du in der Übersicht unter Lagerhaltung. Die Übersicht ist deine Arbeitsliste: Du kannst darin filtern, sortieren und Lieferaufträge direkt versenden.
Folgende Spalten stehen zur Verfügung:
Kommissionierbarkeit — zeigt an, ob genug Bestand vorhanden ist, um den Lieferauftrag teilweise oder vollständig zu kommissionieren. Über das Icon öffnest du die Details.
Nummer, Status, Zielbestellung und Kunde
Versandart und Standort — beide bestimmen, wie und von wo der Lieferauftrag ausgeführt wird
Zahlungsstatus der Zielbestellung, Erstellt am und Aktualisiert am
Die Lieferaufträge einer einzelnen Bestellung siehst du im Tab Lieferaufträge an der Bestellung. Dort sind sie in zwei Abschnitte geteilt: Lieferaufträge zeigt, was noch auszuführen ist, Lieferungen zeigt, was bereits versendet wurde.
Welche Status hat ein Lieferauftrag?
Offen — der Lieferauftrag ist auszuführen, die Kommissionierung hat noch nicht begonnen.
In Bearbeitung — die Kommissionierung läuft. Pickware meldet diesen Status auch an Shopify zurück.
Angehalten — der Lieferauftrag wurde in Shopify angehalten und ist vorerst nicht auszuführen.
Abgeschlossen — der Lieferauftrag wurde versendet oder ist anderweitig erledigt.
Storniert — der Lieferauftrag entfällt, zum Beispiel weil die Position aus der Bestellung entfernt wurde.
Welche Rolle spielt der Bestellstatus?
Ob ein Lieferauftrag zur Kommissionierung in der WMS App erscheint, entscheidet sein eigener Status: Offene Lieferaufträge stehen zur Kommissionierung bereit. Der Bestellstatus der Bestellung ändert daran nichts.
Das ist vor allem beim Archivieren wichtig. Archivierst du in Shopify eine Bestellung, die noch nicht ausgeführt ist, setzt Pickware den Bestellstatus auf Abgeschlossen. Shopify lässt die Fulfillment Orders der Bestellung dabei aber offen, und Pickware übernimmt dieses Verhalten. Die Lieferaufträge bleiben deshalb offen und erscheinen weiterhin in der WMS App.
Soll eine Bestellung nicht mehr ausgeführt werden, storniere sie in Shopify. Archivieren blendet sie nur in der Bestellübersicht von Shopify aus.
Einen Lieferauftrag versenden
Du versendest einen Lieferauftrag über die Aktion Versenden — entweder direkt aus der Übersicht oder auf der Detailseite des Lieferauftrags. Das Versandetikett nutzt die Versandart des Lieferauftrags und die Absenderadresse des Standorts, dem er zugewiesen ist.
In vier Fällen ist die Aktion nicht verfügbar:
Extern auszuführende Lieferaufträge können nicht versendet werden.Der Lieferauftrag gehört zu einem Shopify-Standort, den du nicht mit Pickware verknüpft hast.Angehaltene Lieferaufträge können nicht versendet werden.Gib den Lieferauftrag zuerst in Shopify wieder frei.Abgeschlossene Lieferaufträge können nicht erneut versendet werden.Abgebrochene Lieferaufträge können nicht versendet werden.
Kommissionierbarkeit prüfen
Die Kommissionierbarkeit wird je Lieferauftrag berechnet. Standardmäßig fließt der Bestand aller Lagerzonen des Standorts ein, dem der Lieferauftrag zugewiesen ist.
Möchtest du nur bestimmte Lagerzonen auswerten, filtere die Liste zuerst auf genau einen Standort. Erst dann kannst du im Feld Lagerzonen einzelne Zonen dieses Standorts auswählen.
Mit dem Schalter Nur Standardlagerzone berücksichtigen beschränkst du die Berechnung auf die Standardlagerzone des jeweiligen Standorts. Ausgeschaltet werden alle Lagerzonen des Standorts berücksichtigt.
Angehaltene und stornierte Lieferaufträge
Angehalten wird ein Lieferauftrag in Shopify, zum Beispiel bei einer unklaren Lieferadresse oder bei Betrugsverdacht. Pickware übernimmt den Status und zeigt den Lieferauftrag als Angehalten an. In der WMS App erscheint er nicht, damit keine Ware kommissioniert wird, die anschließend nicht versendet werden kann. Sobald Shopify den Lieferauftrag wieder freigibt, steht er erneut zur Kommissionierung bereit.
Wird eine Position aus der Bestellung entfernt, entfällt der zugehörige Lieferauftrag. Er bleibt in der Übersicht der Lieferaufträge sichtbar und trägt dort den entsprechenden Status. Im Statusverlauf des Lieferauftrags kannst du nachvollziehen, welche Änderung aus Shopify übernommen wurde.
Ist die gesamte Bestellung storniert, weist der Tab Lieferaufträge darauf hin, dass es keine auszuführenden Lieferaufträge mehr gibt.
Bestellungen ändern, während kommissioniert wird
Sobald die Kommissionierung eines Lieferauftrags gestartet ist, steht er in Shopify auf In Bearbeitung. Shopify lässt diesen Teil der Bestellung dann nicht mehr bearbeiten: Positionen lassen sich weder entfernen noch in der Menge reduzieren.
Soll trotzdem etwas geändert werden, muss der Lieferauftrag in Shopify zuerst wieder als nicht in Bearbeitung markiert werden. Das verhindert, dass im Lager Ware zusammengestellt wird, die am Ende nicht mehr zur Bestellung passt.
Wird ein Lieferauftrag in Shopify angehalten, während bereits kommissioniert wird, schlägt der Versand am Ende fehl. Stimm solche Änderungen deshalb mit deinem Lager ab.
Automatisierungen
Automatisierungen arbeiten auf Ebene der Lieferaufträge. Erzeugt eine Regel oder ein Flow ein Versandetikett, entsteht es für den jeweiligen Lieferauftrag und nutzt die Absenderadresse von dessen Standort. Bei einer Bestellung mit mehreren Lieferaufträgen entstehen entsprechend mehrere Etiketten.
Dasselbe gilt für Produkte, die automatisch versendet werden: Der Bestand wird am Standort des Lieferauftrags entnommen, nicht standortübergreifend.
Wenn du mit mehreren Standorten arbeitest, sieh deine bestehenden Automatisierungen einmal durch — vor allem solche, die Versandetiketten oder Dokumente erzeugen.
Teillieferungen
Besteht eine Bestellung aus mehreren Lieferaufträgen, versendest du sie einzeln. Für den Kunden entstehen dadurch mehrere Sendungen mit jeweils eigenem Versandetikett und eigener Sendungsverfolgung.
[zu prüfen: Soll der folgende Hinweis in den Artikel?] Welche Dokumente beim Versand erzeugt werden, hängt an der Versandart. Ist dort der Rechnungsdruck aktiv, wird die Rechnung bei jedem versendeten Lieferauftrag erneut gedruckt. Prüfe die Dokumenteneinstellungen deiner Versandarten, wenn du Bestellungen regelmäßig über mehrere Lieferaufträge versendest.
