Pickware bildet Bestellungen jetzt so ab, wie Shopify sie verarbeitet: Eine Bestellung kann in mehrere Lieferaufträge aufgeteilt sein, und Bestände werden je Standort geführt statt nur als Gesamtsumme. Damit legst du fest, welcher Teil einer Bestellung von welchem Ort und mit welcher Versandart ausgeführt wird.
Sobald die Umstellung bei dir aktiv ist, siehst du beim nächsten Login eine kurze Meldung dazu. Für dein Tagesgeschäft ändert sich nichts: Bestellungen werden wie gewohnt importiert, kommissioniert und versendet. Mehrere Standorte stehen mit Pickware Professional und Enterprise zur Verfügung. Wie du einen zweiten Standort einrichtest, steht in Einen zweiten Standort einrichten.
Was ist ein Standort?
Ein Standort ist ein physischer Ort, von dem aus du Ware an Kunden ausführst - zum Beispiel ein Versandlager, eine Filiale mit Shopify POS oder ein Pop-up-Store.
Jeder Standort hat eine eigene Adresse und einen eigenen Bestand. Die Adresse wird als Absenderadresse auf Versandetiketten verwendet, pflege sie deshalb vollständig.
Ein Pickware-Standort ist mit genau einem Shopify-Standort verknüpft. Über das Drei-Punkt-Menü in der Standortübersicht legst du fest, welcher Standort dein Standard-Standort ist.
Was ist eine Lagerzone?
Was bisher Lager hieß, heißt jetzt Lagerzone: ein abgegrenzter Bereich an einem Standort, in dem Ware auf Lagerplätzen liegt, zum Beispiel Hauptlager, Nachfülllager, Retourenlager oder Palettenlager. Jeder Standort hat mindestens eine Lagerzone, jede Lagerzone gehört zu genau einem Standort.
Deine bisherigen Lager sind jetzt Lagerzonen und behalten Name, Lagerplätze und Bestände. An der Verwaltung von Lagerplätzen ändert sich nichts.
Eine Lagerzone erbt standardmäßig die Adresse ihres Standorts. Nur wenn eine Lagerzone eine abweichende Adresse braucht, zum Beispiel als Lieferadresse für Lieferantenbestellungen, pflegst du sie dort direkt. Wie du Lagerzonen auf einen neuen Standort umziehst, findest du in Einen zweiten Standort einrichten.
Was ist die Standardlagerzone?
Jeder Standort hat genau eine Standardlagerzone. Pickware bucht Bestand in diese Lagerzone oder aus ihr heraus, wenn ein Vorgang zwar den Standort kennt, aber keine Lagerzone angibt. Die Standardlagerzone deines Standard-Standorts ist zusätzlich der Fallback, wenn ein Vorgang gar keinen Standort mitbringt.
Die Standardlagerzone gilt in beide Richtungen, für Zugänge und für Abgänge. Sie ist also keine reine Versandzone.
Wo die Standardlagerzone greift
Einlagern ohne Lagerzone: Bestand, der ohne Angabe einer Lagerzone eingebucht wird, landet in der Standardlagerzone. Dort liegt er auf dem Standardlagerplatz des Produkts, falls vorhanden, sonst auf Unbekannt.
Bestand von außen setzen: Setzt du den Bestand über einen Import oder die API, bucht Pickware die Differenz in der Standardlagerzone. Beim Bestand eines Standorts ist das die Standardlagerzone dieses Standorts. Beim Gesamtbestand ist es die Standardlagerzone des Standard-Standorts. Auch der Bestandsimport aus Shopify bucht in die Standardlagerzone des Standorts.
Kommissionierung und Versand: Beim Versand eines Lieferauftrags ist die Standardlagerzone vorausgewählt. Mit dem Filter Nur Standardlagerzone berücksichtigen berechnest du die Kommissionierbarkeit nur über diese Lagerzone. Die Anzahl der kommissionierbaren Bestellungen je Pickprofil bezieht sich ebenfalls auf die Standardlagerzone.
Fulfillments aus Shopify: Wird ein Fulfillment aus Shopify importiert, bucht Pickware den Bestand aus der Standardlagerzone des zugeordneten Standorts aus. Das gilt, solange du in der Shopify-Standortzuordnung keine andere Lagerzone für Fulfillments hinterlegt hast.
Wareneingang und Retouren: Hier gelten eigene Vorgaben, nämlich die Standard-Wareneingangslagerzone und der Retouren-Standard. Die Standardlagerzone springt nur ein, wenn diese nicht verfügbar sind, zum Beispiel weil die Wareneingangslagerzone stillgelegt ist.
Auswahlfelder: In der Pickware Admin und in der WMS App ist die Standardlagerzone vorausgewählt.
Regeln für die Standardlagerzone
Die erste Lagerzone eines neuen Standorts wird automatisch seine Standardlagerzone und Standard-Wareneingangslagerzone.
Eine andere Lagerzone legst du in der Standortübersicht über das Drei-Punkt-Menü der Lagerzone mit Als Standardlagerzone festlegen fest. Eine stillgelegte Lagerzone kann nicht Standardlagerzone werden.
Eine Standardlagerzone kann nicht gelöscht werden. Die Standardlagerzone des Standard-Standorts kann auch nicht stillgelegt werden.
Willst du eine Standardlagerzone an einen anderen Standort verschieben, lege vorher am alten Standort eine neue Standardlagerzone fest.
Was ist ein Lieferauftrag?
Ein Lieferauftrag ist der Teil einer Bestellung, der von einem Standort mit einer Versandart ausgeführt wird. Eine Bestellung kann mehrere Lieferaufträge haben, etwa wenn Teile von verschiedenen Standorten kommen oder mit unterschiedlichen Versandarten verschickt werden.
Die Aufteilung übernimmt Pickware automatisch aus Shopify. Willst du einen Lieferauftrag aufteilen, zusammenführen oder an einen anderen Standort verschieben, machst du das in Shopify. Pickware übernimmt die Änderung. Die Versandart eines Lieferauftrags lässt sich in Pickware nicht ändern.
Du findest die Lieferaufträge einer Bestellung im Tab Lieferaufträge an der Bestellung und alle Lieferaufträge in der Übersicht unter Lagerhaltung.
Die Kommissionierbarkeit wird je Lieferauftrag berechnet. Die Bestellung insgesamt zeigt das Gesamtbild: Ist ein Lieferauftrag kommissionierbar und ein anderer nicht, gilt die Bestellung als teilweise kommissionierbar.
Was sich im Tagesgeschäft ändert
Jeder Lieferauftrag wird separat kommissioniert und versendet. Im WMS erscheint jeder Lieferauftrag einzeln. Das Versandetikett nutzt die Versandart des Lieferauftrags.
Angehaltene Lieferaufträge erreichen das Lager nicht. Hält Shopify einen Lieferauftrag an, zum Beispiel bei Betrugsverdacht, wird er importiert und mit dem Status Angehalten angezeigt, erscheint aber erst im WMS, wenn Shopify ihn wieder freigibt.
Pickware meldet an Shopify zurück. Sobald die Kommissionierung startet, steht die Fulfillment Order in Shopify auf In Bearbeitung.
Über die Kommissionierung entscheidet der Status des Lieferauftrags, nicht der Bestellstatus. Archivierst du in Shopify eine Bestellung, die noch nicht ausgeführt ist, steht sie in Pickware zwar auf Abgeschlossen. Ihre Lieferaufträge bleiben aber offen, genau wie die Fulfillment Orders in Shopify, und erscheinen weiter im WMS. Soll eine Bestellung nicht ausgeführt werden, storniere sie in Shopify.
Die Kommissionierbarkeit rechnet über alle Lagerzonen deines Standorts, nicht mehr nur über die Standardlagerzone. Willst du das bisherige Verhalten, aktiviere in der Bestellübersicht den Filter Nur Standardlagerzone berücksichtigen.
Das solltest du nach dem Update einmal prüfen
Adresse des Hauptstandorts. Beim Update hat Pickware einen Standort Hauptstandort angelegt und alle deine Lagerzonen dort hineingelegt. Seine Adresse ist zunächst leer. Trage sie unter Lagerhaltung → Standorte → Hauptstandort ein. Deine bisherige Absenderadresse für Versandetiketten liegt als Alternativadresse am Hauptstandort, der Etikettendruck läuft unverändert weiter.
WMS App aktualisieren. Die aktuelle Version kennt Standorte. Jedes Gerät ist einem Standort zugeordnet und zeigt nur dessen Lieferaufträge, Lagerzonen und Bestände. Bestehende Geräte werden automatisch dem Standort ihrer bisherigen Lagerzone zugeordnet, den Standort wechselst du in den App-Einstellungen.
Was sich gegenüber der bisherigen Lagerlogik ändert
Bisher: Die Bestände aller Lager wurden zu einer Summe zusammengefasst und an einen einzigen verknüpften Shopify-Standort übertragen. Bestellungen an anderen Shopify-Standorten galten als extern und wurden von Pickware nicht abgewickelt.
Jetzt: Jeder Pickware-Standort kann mit einem eigenen Shopify-Standort verknüpft werden. Bestände werden je Verknüpfung exportiert. Bestellungen werden dem Standort zugewiesen, den Shopify vorgibt, und Standortwechsel in Shopify werden automatisch übernommen. Der reservierte Bestand wird je Standort geführt.
Wo finde ich welche Einstellung?
Einige Einstellungen sind umgezogen:
Absenderadresse für Versandetiketten: an der Konfiguration des jeweiligen Standorts, nicht mehr in den allgemeinen Einstellungen.
Bestandsabgleich mit Shopify: in der Karte Shopify-Standortzuordnungen auf der Detailseite des Standorts, nicht mehr in den Verkaufskanal-Einstellungen.
Verfügbarkeit in den Plänen
Aufteilung einer Bestellung in Lieferaufträge: alle Pläne.
Anlegen weiterer Standorte und Verknüpfung mehrerer Shopify-Standorte: mit Pickware Professional und Enterprise. Mit Starter und Advanced arbeitest du weiterhin mit einem Standort. Wie du einen zweiten Standort einrichtest, steht in Einen zweiten Standort einrichten.








