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Welcher Kommissionierprozess passt zu mir?

Dieser Artikel dient als Entscheidungshilfe und Orientierung zu den verschiedenen Kommissioniermethoden, die Pickware dir bietet.

Wie solltest du deinen Kommissionierprozess gestalten? Es gibt hierbei keine universell richtige Antwort – die Wahl der besten Methode hängt von deiner Lagergröße, dem Bestellvolumen, der Produktart und dem Grad der technischen Ausstattung ab.

Tipp: Verschiedene Modi lassen sich per Pickprofil auch parallel kombinieren – z. B. Rollende Kommissionierung für B2C, Einzelkommissionierung für B2B und Einpöster-Modus für Bestseller.

Einzelkommissionierung

Ein Mitarbeiter bearbeitet eine Bestellung vollständig, bevor er zur nächsten übergeht. Die einfachste und fehlerärmste Methode – ohne Sortierschritt am Packtisch.

Vorteile

  • Hohe Genauigkeit, kein Sortierbedarf am Packtisch

  • Flexibel einsetzbar, geringe Einarbeitungszeit

  • Auch für sehr große und sperrige Produkte geeignet

Nachteile

  • Lange Laufwege, zeitintensiv bei hohem Bestellvolumen

  • Ineffizient bei Bestellspitzen

🎯 Ideal für:

  • Kleines Lager (< 500 m²)

  • Wenige Bestellungen (< 30/Tag)

  • Große oder sperrige Produkte

  • B2B-Palettenversand

Empfehlung in Pickware:

Einpösterkommissionierung

Spezialmodus für Bestellungen mit nur einer Position. Wird täglich gebündelt sammelnd kommissioniert – ohne Kistenzuweisung je Auftrag. In Pickware als eigener Pickmodus geführt und im Picking Dashboard separat auswertbar.

Vorteile

  • Extrem schnell bei hohem Einpöster-Anteil

  • Minimale Laufwege, kein Kistenzuweisungsaufwand

  • Gut kombinierbar mit anderen Modi per Pickprofil

Nachteile

  • Nur sinnvoll bei tatsächlich hohem Einpöster-Anteil

🎯 Ideal für:

  • Hoher Anteil Einzelartikel-Bestellungen

  • E-Commerce / B2C mit Bestsellern

  • Tägliche gebündelte Verarbeitung

Empfehlung in Pickware:

Rollende Kommissionierung

Ein Pickwagen mit nummerierten Behältern (eine Box = eine Bestellung) wird durch das Lager gefahren – üblicherweise mit 6 bis 9 Bestellungen gleichzeitig. Picken und Sortieren erfolgen in einem Schritt – der meistgenutzte Modus in der Praxis. Diese Methode ist auch als Boxen-Kommissionierung bekannt.

Vorteile

  • Deutlich weniger Laufwege als Einzelkommissionierung

  • Kein Sortierschritt am Packtisch nötig

  • Kein WMS zwingend erforderlich

Nachteile

  • Nur für handliche, kleine bis mittelgroße Produkte

  • Benötigt breite, ebene Gänge

🎯 Ideal für:

  • Mittelgroßes Lager

  • 20–100 Bestellungen/Tag

  • Kompakte, handliche Produkte

  • Bestellungen passen in eine Box

Empfehlung in Pickware:

Batch-/Sammelkommissionierung

Mehrere Aufträge (bis zu ~20) werden gleichzeitig gesammelt. Anders als bei der rollenden Kommissionierung werden dabei alle Produkte in einen gemeinsamen Behälter gepickt. Am Packtisch erfolgt die Zuordnung zu den Einzelaufträgen anschließend durch einen zweiten Mitarbeiter.

Vorteile

  • Starke Reduzierung der Laufwege

  • Hoher Durchsatz, effizient bei überlappenden Artikeln

Nachteile

  • Sortierschritt am Packtisch erforderlich

  • Zweiter Mitarbeiter (Packer) empfohlen

🎯 Ideal für:

  • Viele gleiche Artikel in verschiedenen Bestellungen

  • 100+ Bestellungen/Tag

  • Kleine, handliche Produkte

  • E-Commerce / B2C

Praxistipp bei Drops: Bei kurzfristigen Bestellspitzen (1.000+ Bestellungen) empfiehlt sich Sammelkommissionierung ohne Kistenzuweisung, mit Priorisierung von Einpöster-Bestellungen.

Empfehlung in Pickware:

Überblick

Prozess

Bestellungen/Tag

Lagergröße

Produkte

Packtisch-Sortierung

Einzelkommissionierung

< 30

Klein

Alle Größen

Nein

Einpöster-
kommissionierung

Variabel (hoher Einpöster-Anteil)

Beliebig

Beliebig

Nein

Rollende Kommissionierung

20–100

Mittel

Klein bis mittel

Nein

Batch-/Sammel-kommissionierung

100+

Mittel bis groß

Klein, handlich

Ja

Wenn du dir unsicher bist, welcher Prozess zu deinem Lager passt, oder mehrere Modi per Pickprofil kombinieren möchtest, hilft dir unser Support-Team gerne bei der Einrichtung.

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